Schützenverein für die Gemeinde Essen i.O. e.V.
SV
Geschichte/1903-1920
 

Das neue Jahrhundert und der I. Weltkrieg 1903 bis 1920

Nach dem Jubelfeste in 1902 begann für den Essener Schützenverein eine relativ ruhige Phase der Vereinsgeschichte. In dem Zeitraum von 1903 bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges im Jahre 1914 wurde das Schützenfest in jedem Jahr nach alter Sitte gefeiert und der Verein konnte steigende Mitgliederzahlen verbuchen, deren genaue Höhe aber nicht dokumentiert ist.
 
Nur im Jahre 1912 wurde das Essener Schützenfest abgesagt, wobei unterschiedliche Quellen auch unterschiedliche Gründe hierfür nennen. Neben der damals herrschenden Maul- und Klauenseuche als plausible Erklärung, behaupten andere Stellen wiederum, dass das im gleichen Jahr stattfindende Kreiskriegerfest der Grund für den Ausfall gewesen sei.
 
Ein Kinderschützentest muss aber auch 1912 stattgefunden haben, da Heinrich Vogel mit seiner Kinderkönigin Elisabeth Tepe als Kinderkönig in den Annalen belegt ist. Schon zu dieser Zeit gab es im Verein eine so genannte Kinderbelustigungskommission, aus der die spätere Kinderkommission hervorging. Besonders verdient gemacht haben sich damals um das Kinderschützenfest Gerd Witte, Adolf Wallenhorst, Louis Simon und Ludwig Schade.
 
Während man nach der Überlieferung noch im Jahre 1914 ein großartiges Schützenfest feierte, wurde in den Kriegsjahren von 1915 bis einschließlich 1919 in Essen kein Schützenfest abgehalten. Zwölf Schützenbrüder kehrten aus dem Kriege nicht zurück. Eine Medaille an der Essener Schützen kette erinnert an sie.
 
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aus: Schützenverein für die Gemeinde Essen e.V. 1852 - 2002;
Verlag: Friedr. Schmücker, 49624 Löningen, 2002; S. 36
 


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